Aufbau und Funktion von Luftfiltern

Grundsätzlich müssen Luftfilter hinsichtlich dreier Aspekte optimiert werden: Abscheidung, Druckverlust und Staubspeicherfähigkeit. Die Entwicklung von Filtern ist immer ein Kompromiss, da es unmöglich ist, diese drei Ziele gleichzeitig zu maximieren. Der Anwendungsfall bestimmt, welches der drei Ziele in erster Linie erreicht werden soll. Der „beste“ Filter kann beispielsweise ein Filter sein, der eine möglichst hohe Abscheideleistung erreicht (z.B. Operationsräume), wobei Kompromisse in Druckverlust und Staubspeicherfähigkeit hingenommen werden müssen, oder ein Filter, der eine lange Betriebszeit als Resultat einer hohen Staubspeicherfähigkeit bei definierter Abscheidung erreicht (Vorfiltration in der RLT-Anlage). Daher und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit werden in der Praxis oft Filterkombinationen eingesetzt.

 

Der Taschenfilter ist die im Krankenhaus am häufigsten vorkommende Bauform. Im Bereich oberhalb der Filterklasse F9 nach EN 779 schließen sich Schwebstofffilter in Kassettenbauweise an. Von Aufbau und Ausführung her sind Luftfilter sehr unterschiedlich. Über die Qualität der eingesetzten Medien und die verwendeten Konfektionierungsparameter werden auch für Filter der gleichen Filterklasse unterschiedliche Qualitäten erzielt, die sich in unterschiedlichen Marktpreisen niederschlagen.

 

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